English Rose

2017: der 20. Todestag von Prinzessin Diana.

„Diana: Her Fashion Show“ im KP zeigt ab dem 24. Feburar ihre Kleider vom ersten öffentlichen Auftritt 1981 – wie beispielsweise die Bluse von Emanuel für das offizielle Verlobungsfoto von Lord Snowdon – bis zu ihren Catherine Walker Outfits der 90er.

Ergänzt wird die Ausstellung durch „The White Garden“ in den Gärten des KP, wo Diana bis 1997 lebte. Im Sommer werden dort English white roses  und „Forget me nots“ (Vergissmeinicht) erblühen.

 

Fashioning a Reign

Der Royal Collection Trust präsentiert im BP vom 23. Juli bis 2. Oktober 2016 die Ausstellung „Fashioning a Reign“ (90 Years of Style from the Queen’s Wardrobe) mit 150 Outfits Ihrer Majestät. Die Queen hatte es ja nicht weit und warf daher bereits einen Blick auf die guten Stücke, darunter Highlights wie Hochzeitskleid und Krönungsrobe. Verantwortliche Designer waren Sir Norman Hartnell, Sir Hardy Amies und Ian Thomas.

Royal, Royal … sind alle meine Kleider

„I can never wear beige because nobody will know who I am”.

Wer neun Dekaden Mode erlebt hat und – allein für die offiziellen Anlässe – 10.000 verschiedene Outfits trug, kann locker 150 Exponate für eine „Largest Exhibition Ever“ liefern. Die Kleider der Queen werden anlässlich ihres 90. Geburtstags 2016 für die Öffentlichkeit aus den königlichen Schränken geholt. Die Hauptausstellung im BP wird Kleider von Kindheit, Hochzeit, Jubiläen zeigen, u. a. designed by Stewart Parvin, Hardy Amies, Norman Hartnell, Ian Thomas, Maureen Rose, John Anderson und Karl Ludwig Rehse, Angela Kelly. In Holyrood House, Edinburgh, geht es ab dem 21. Juni 2016 um das Tartan-Muster in der königlichen Garderobe im Wandel der Zeit.

Wer sich vorab informieren will, dem sei „Das trägt die Queen“ ihrer Stylistin Angela Kelly empfohlen, erhältlich hier:

Um peinliche Wiederholungspannen zu verhindern – schließlich wird die Queen ständig fotografiert – führen die Schneiderinnen ein Outfit-Tagebuch, in das alle Bestandteile ihrer Garderobe genau notiert werden, inklusive Fantasie-Namen für die Kleider.

The Glorious Georges

An einigen Locations, u. a. im Hampton Court Palace eröffnen derzeit Ausstellungen zur 300jährigen Thronbesteigung George I anno 1714. George, der in Hannover geboren wurde und aufwuchs, folgte Queen Anne auf den Thron. Statt seiner Frau Sophia Dorothea, die ihm George II geboren hatte, nahm er zwei mysteriöse Frauen mit nach England: seine lebenslange Mätresse Melusine von der Schulenburg und seine illegitime Halbschwester. Am Hof erhielten sie bald den Spitznamen „The Elephant and the Maypole“.
Besucher können sich auf mehr spannende Geschichte(n), Hofklatsch, den Lifestyle Georges II im KP – inklusive Mode und Etikette – und die Königlichen Schokoladenküchen freuen, in denen der persönliche Chocolatier ein spezielles Rezept für die Royal Family kreierte und kredenzte.

siehe auch meinen Post „Die ersten Georges“

By Phillip H10 (Own work) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Exponate königlicher Kindheit

250 Jahre königliche Kindheit bringt die Ausstellung „Royal Childhood“ in diesem Sommer in den State Rooms des Buckingham Palastes der Öffentlichkeit näher. Vom 26. Juli bis 28. September werden Spielzeug und Kleider der kleinen Prinzen und Prinzessinnen gezeigt.

Harper´s Bazaar berichtet vorab von einem pinkfarbenen Mantel, den die Queen im Alter von 9 Jahren trug, und Prince Williams Matrosenanzug von der Hochzeit seines Onkels Andrew mit Sarah Ferguson. Außerdem ist das Teeservice „Rosa Kaninchen“ zu sehen, mit dem die kleine „Lilibet“ und ihre Schwester Margaret Five O´ Clock Tea spielten sowie das Miniaturhaus „Y Bwthyn Bach“ mit Strom und fließend Wasser, das die Queen zum 6. Geburtstag vom Walisischen Volk erhielt, und in dem nach wie vor der Windsor-Nachwuchs spielt.

Der Zeitstrahl beginnt 1761, als George III den Buckingham Palast kaufte, und reicht bis zum Taufkleid von Baby George, der auch zu dieser Exhibition inspiriert haben soll.

http://www.royalcollection.org.uk/exhibitions/royal-childhood

 

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Die ersten Georges

Edouard Jean Conrad Hamman: Georg I. von Großbritannien gemeinsam mit Georg Friedrich Händel (links) auf einer Bootsfahrt auf der Themse

Die Ausstellung „The First Georgians – Art and Monarchy 1714-1760“ eröffnet am 11. April 2014 in The Queen´s Gallery im Buckingham Palast.

1714 bestieg der erste George den britischen Thron. Er stammte aus dem Hause Hannover und enterbte das katholische Geschlecht der Stuarts. Das politische, geistige und kulturelle Leben Britanniens änderte sich zwar still, aber dennoch dramatisch. 300 Arbeiten aus den königlichen Schlössern werden gezeigt, um den 300. Jahrestag des Beginns des Georgianischen Zeitalters zu würdigen.

Noch bis zum 11. März widmet sich The British Library allen vier Königen namens George: Die Sonderausstellung „Georgians Revealed: Life, Style and the Making of Modern Britain” zeigt das Leben in einer Zeit der Jane Austen, als das British Empire zur Weltmacht aufstieg und die industrielle Revolution Alltag und Arbeitsleben nachhaltig veränderte. In der damals entstehenden gehobenen Mittelschicht sind Etikette, Mode und Inneneinrichtung wichtige Themen. Die Exponate werden von der Musik eines weiteren Georgs untermalt: Händel war Hauskomponist Georges I, leitete das Covent Garden Theatre und ist in Westminster Abbey beigesetzt. Im Queen´s Theatre führte er die meisten seiner Opern auf.

Queen Victorias ewige Liebe zu Albert(s Medium)

Foto: George Washington Wilson (1863)

John Brown begegnete Queen Victoria, weil der Schotte 1848 auf Schloss Balmoral in ihre und Alberts Dienste trat. Als ihr Prinzgemahl am 14. Dezember vor 152 Jahren plötzlich verstarb – beide erst 42 Jahre alt – fand sie in Brown einen treuen Begleiter. Ausdruck ihrer Nähe und Wertschätzung war diese Widmung: „Friend more than Servant, Loyal, Truthful, Brave Self less than Duty, even to the Grave“. John durfte sie an Stelle von „Your majesty“ mit „woman“ ansprechen.

Von „Mama´s Lover“ bis zu „Mrs. Brown“ kursierten in den 30 Jahren die wildesten Gerüchte über die beiden. Reverend Norman Macleod soll auf dem Totenbett geschworen haben, Victoria und John den ehelichen Segen erteilt zu haben. Das Fiction Movie Mrs. Brown basiert auf dieser wohl einmalig engen Beziehung zwischen einer Königin und ihrem Diener.

Der irische Autor und Okkultismus-Experte J. H. Brennan veröffentlichte nun „Whisperers – The Secret History of the Spirit World“, in dem er John Brown als Medium darstellt, durch das Victoria mit Alberts Geist kommunizieren konnte. Ihre Beziehung ist nur Teil des Buches, das die Weltgeschichte unter dem Aspekt beleuchtet, welchen Einfluss „spirit contacts“ auf Entscheidungen und Richtungen der Weltpolitik hatten. „Kostenlose drahtlose Lieferung über Amazon Whispernet“

Zu Königin Victorias Zeit waren spiritistische Sitzungen mit Tischerücken und Geisterbeschwörungen groß in Mode. Viele Bestseller der damaligen Epoche handelten vom Okkulten, wie Charles Dickens´ „A Christmas Carol“, in denen Scrooge nicht nur vom Geist seines verstorbenen Geschäftspartners, sondern auch von den drei Geistern der Weihnacht Besuch erhält.

Noch mit Albert war Victoria auf die Hellseherin Georgiana Eagle aufmerksam geworden. Trotzdem hielt man am Hof Victorias ihre spiritistischen Sitzungen geheim, um nicht in Verdacht zu geraten, die Königin habe ihren Verstand verloren.

Im Blue Room auf Windsor Castle, in dem Albert verstorben war, musste die Dienerschaft täglich ein frisches Hemd rauslegen und auch sonst so verfahren wie zu Alberts Lebzeiten. Des Abends soll sie sich hier mit John Brown und Höflingen versammelt haben, um Alberts geliebte Stimme durch das Medium zu vernehmen. So scheint es, dass sie die große Liebe für Albert auf ihren „ghillie“ (schottisch: Diener) projizierte. Und so wie sie vor 1861 Alberts Rat in politischen Fragen eingeholt hatte, schien sie danach von John Brown abhängig.

Wie Gordon Rayner von The Telegraph berichtet, begann Prinz Albert seine in deutscher Sprache verfassten Liebesbriefe mit “Theuerste innigst geliebte Victoria”. Ab Mai 2014 zeigt eine Ausstellung in der Drawings Gallery auf Schloss Windsor erstmalig diese Dokumente einer großen Liebe.