Alison Jacksons Fake Celebrity Opera

Alison Jackson schlägt wieder zu, direkt auf die Würde der Royals. Ihre Satire-Oper „La Trashiata“ präsentiert BBC am 21. August. Sie ist auch Teil des Edinburgh Festivals dieses Sommers.
Eine Welle der Empörung rief die BAFTA-preisgekrönte Fotografin mit ihrer Darstellung von Princess Diana, Dodi und einem gemeinsamen Kind hervor. Intention: Darstellen, wie sehr der Celebrity-Hype Business ist und Künstlichkeit. Dass die meisten von uns diese Leute nicht kennen und doch so sehr berührt werden von deren Schicksal, ist das Surreale. Die Künstlerin erfüllt den unbändigen Wunsch der Masse, die Vorhänge weg zu ziehen und in das private Leben bekannter Persönlichkeiten zu schauen – und führt ihn eben damit vor. Unbehagen erwünscht!

The Queen meets „The Queen“ meets McQueen

Heute ist es ja möglich, dass ein Papst einen anderen Papst trifft, also warum sollte die Queen nicht auf eine andere Queen treffen? Dame Hellen Mirren wurde am Sonntag im Royal Opera House zum „Fellow“ der BAFTA (=British Academy of Film and Television Arts) gemacht. Den Preis überreichte Prince William, dem sie laut People Magazine das Kompliment machte, er hätte nichts Prinzenhaftes an sich, sei viel mehr ein netter Kerl. Der scherzte, dass er sie eigentlich „Granny“ nennen könnte, da sie ja im Kinofilm „The Queen“ wie auch auf der Theaterbühne bereits seine Großmutter verkörpert hat – und den Windsors dabei offenbar gefiel.

Einen Tag nach der Awards Show empfingen die Queen und Kate gemeinsam einige Filmschaffende im White Drawing Room des Buckingham Palastes. Bei der Dramatic Arts Reception war auch Helena Bonham Carter geladen, die die junge Queen Mum in „The King´s Speech“ gab. Comedian Lenny Henry erlaubt sich laut People Magazine einen Scherz, indem er Elizabeth II dem Regisseur Steve McQueen mit den Worten vorstellte: „Das ist Helen Mirren. Sie ist großartig.“ Dann begaben sich die 250 Gäste laut Daily Mail in den Ballroom, wo die Schauspieler einige Szenen vorführten, u. a. Hugh Laurie, OBE („Dr. House“): Pygmalion.

Kates Rolle als Host ist ein weiterer Beweis für die Neusortierung der Senior Royals. Die Duchess of Cambridge nimmt erstmals die Gastgeberrolle neben der Königin ein und zwar in Alexander McQueen. Davor hatte sie schon einige Solo-Auftritte bei ihren acht Charity-Organisationen und in Kombination mit anderen Familienmitgliedern, mit Prince Charles und Camilla. Die PR-Strategie: Die „Firma“ möchte sie eigenständiger positionieren und gleichzeitig die Queen entlasten. Ende letzten Jahres übernahm nach Informationen der Mail Charles´ Kommunikationsmanagerin Sally Osman die Vertretung aller Senior Royals und zog mit ihrem Pressebüro vom Clarence House in den BP. First Move to the Throne.

London Fashion Week: Was dabei für Georges Mum?

Eine Lieblingsdesignerin von Herzogin Catherine präsentierte gestern ihre Modelle für die nächste Herbst/Winter Saison auf der London Fashion Week: Emilia Wickstead.

Im April 2013 – während ihrer Schwangerschaft mit George – trug sie ein Cocktailkleid by Emilia Wickstead in babyblau (!) für einen Besuch der National Portrait Gallery: Foto. Mit einem rosa Wickstead-Design stand sie auf der Gartenparty der Queen 2012 im Mittelpunkt: Foto, welches sie auch in Gesellschaft des Fürsten von Monaco (Foto) trug. Dasselbe Mai-Event 2013 im Garten des BP: Wickstead again (Foto). Diesmal ist es ein sonnengelbes Mantelkleid namens „Marella“, benannt nach der italienischen Kunstsammlerin Marella Agnelli, née Prinzessin Donna Marella Caracciolo di Castagneto.

Die Tabloids nannten sie schon „Highstreet-Kate“ wegen ihrer Vorliebe für die günstigen Kleider aus Londons Haupteinkaufsstraßen von Issa oder TopShop. Da fielen diese Pieces für ca.1200£ wieder auf. Positiv bewertet wurde dann auch das mehrmalige Tragen, gleich wenige Wochen nacheinander.

Auch Suki Waterhouse und Poppy Delevingne tragen Wickstead, laut Vogue neuer Liebling der Londoner Socialites. Die Designerin, Absolventin der Central Saint Martins, kreiert einen hochgeschlossen und figurbetonten Signature Style. 2009 gründete sie erst ein Maßatelier, wagte 2011 dann den Sprung auf die London Fashion Week. Letztes Jahr war Wickstead einer der britischen Designer, die im Rahmen einer BAFTA-Veranstaltung im Chateau Marmont in Los Angeles vorgestellt wurden. Kate hat mit Sicherheit den Shop am Cadogan Place gepusht. Sie wählte bisher die Pudertöne mit Retro-Charme. Die Show gestern wurde von dramatischeren Schnitten als wir sie von Kate kennen – ausgestellte weite Röcke – dominiert, wie auch von der Farbe Schwarz, die allerdings vor allem in Kombination mit Puderrosa und Blumenornamenten wieder Vintage Flair transportiert. Insgesamt too edgy für Georges Mum?

Schnitttechnisch könnte die Fall/Winter Kollektion der Irin Orla Kiely kompatibler sein mit den Anforderungen öffentlicher Auftritte. Am schönsten zu sehen an Kates Kiely-Kleid zum Only Connect Termin letzten November wie auch in der Rose Hill Primary School im Februar 2012. Die Designerin, die schon für das MoMa und die Tate arbeitete, weitete ihre Kollektion auf Interior Pieces aus, welche ihre Handschrift, ungewöhnliche Farbkombinationen und graphische Muster, hervorragend zur Geltung kommen lassen. Die Taschen stechen nach wie vor am meisten ins Auge, sind ja auch seit 1997 Herzstück der Orla Kiely-Präsentationen. Die AW14-Kleider haben ebenso wie Wicksteads Retro-Anklänge, hier eher Sweet Sixties Look als Film Noir.