Kleiderkauf-Booster

Der Kate-Effect wurde jetzt im Auftrag des Fashionhändlers Lyst statistisch untersucht. Auf ihrer Reise durch Kanada trug die Herzogin beispielsweise eine helle Schluppenbluse von Temperly. Die Suchanfragen für „bow blouse“ gingen nach Veröffentlichung des Fotos sprunghaft nach oben. Laut Capital Bay erwarben 13% der Käuferinnen dazu einen dunklen Blazer, so einen wie von Smythe, den Catherine dazu kombinierte. 48 Stunden nach Bekanntwerden war diese Jacke ausverkauft. Das rote Abendkleid von Preen (s. Video) war bereits nach 10 Stunden sold out – absoluter Rekord.

Neue Stilikonen um die Windsor-Family ziehen ebenso die Verkäufe an: Meghan Markle, die letztes Wochenende als Begleitung von Prince Harry die Hochzeit dessen besten Freundes Skippy auf Jamaica besuchte, war beste Werbeträgerin für Sarah Flints Ballerinas mit Schnürung. Sie scheint der neue Schuhe-Booster zu sein, denn bereits das erste Foto von Harry und ihr brachte den „Hazelhurst“ Wildleder Ankleboots den Durchbruch.

Die 21 Jahre junge Lady Amelia Windsor sorgte dafür, dass ein längs gestreiftes Shrimps-Kleid durch die Decke ging (+78%).

Country Girl Kate @Vogue

100 Jahre British Vogue! Für die Juni-Ausgabe musste schon eine Schwergewichts-Promi aufs Cover – und bitteschön so, wie wir sie nie zuvor gesehen haben! Chefredakteurin Alexandra Shulman gelang dieser Coup, der an die Vogue-Covers von Lady Di erinnert.

Die Herzogin von Cambridge hoffe, laut Pressesprecher des KP, die Porträts würden so entspannt und humorvoll bewertet werden, wie sie aufgenommen wurden. Josh Olins fotografierte im Januar auf Sandringham. Einige seiner Fotos werden in der National Portrait Gallery zu sehen sein, deren Schirmherrin das Covergirl ist.

Das rot-geringelte Shirt von Petit Bateau (43,90€) ist hier erhältlich. Der braune Wildledermantel: Burberry, Hut: Beyond Retro.

Royals promoten „Britishness“

Eine Studie von Qing Wang, Professorin für Marketing und Innovation zeigt, dass für chinesische Global Shopper „Britishness“ ein starker Kaufanreiz ist. Dieses Merkmal wirkt einzigartig und schwer zu kopieren. Vor allem international bekannte Ikonen wie David Beckham und die Mitglieder der Royal Family promoten den Brit Factor. Es ist dies ja auch stets das Gegenargument, wenn es mal wieder heißt, die Royals bzw. deren Apanagen kosten den Steuerzahler zuviel.

Weltweit ausgestrahlte Serien und Filme wie Downton Abbey, Harry Potter, Sherlock Holmes und James Bond beeinflussen die Konsumenten der Volksrepublik. Vor allem in der Kategorie Luxusgüter hebt sich Großbritannien ab durch sein nahtloses Verschmelzen von Tradition und Innovation. So stieg der Umsatz von Jaguar Land Rover laut Daily Mail im Januar diesen Jahres um 39%, schottische Whiskeys profitieren von der Nachfrage aus den BRIC-Staaten China, Indien und Russland, Burberry erreichte 2 Mrd£, weil die Chinesen 20% mehr kauften. Dank des „Trickle Down Effect“ wird die Begeisterung für britische Produkte auch in der chinesischen Mittelklasse aufgenommen werden, wie Professorin Wang diese Woche auf der „The Geography of Luxury: East, West and Global Directions Conference“ an der University of Warwick darlegt.

 

Burberry Hong Kong By Dosdldyhai (Own work) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons