Sapphire Jubilee

Vor 65 Jahren bestieg Queen Elizabeth II den Thron. Fotograf David Bailey machte nun das offizielle Porträt für diesen Anlass. Darauf trägt sie die Kette aus 16 in Diamanten gefassten Saphiren mit passenden Ohrringen – Geschenke aus dem Jahr 1947 von ihrem Vater König George  VI.

Traditionell verbringt die Monarchin den Accession Day (6. Februar) in Sandringham und kehrt einige Tage später aus den „Weihnachtsferien“ zurück nach London.

Ihre 65 Jahre auf dem Thron können von Sohn Charles nicht getoppt werden. Es gab überhaupt nur wenige Monarchen, die länger regierten. Dazu zählen Sisis Eheman Franz Joseph I von Österreich, König von Ungarn, Kroatien und Böhmen mit 67 Regentschaftsjahren, König Bhumibol von Thailand mit 70 Jahren, König Ludwig XIV von Frankreich (72 Jahre) und König Sobhuza II von Swasiland (80 Jahre).

The Queen by David Bailey

Das Queen-Porträt zu ihrem morgigen 88. Geburtstag von David Bailey, OBE, der derzeit eine Ausstellung in der National Portrait Gallery hat, wird die Regierung auch für die Werbekampagne GreatBritain benutzen. Der Starfotograf, der viermal verheiratet war – einmal mit Catherine Deneuve – diente 1957 der Queen bzw. der Royal Air Force in Singapur.

Nizams Halsschmuck

Black Tie Event „with a hint of sparkle“ in der renommierten National Portrait Gallery, um Spenden zu sammeln für neue Ankäufe. Die Duchess bronzée trug dasselbe mitternachtsblaue Kleid von Jenny Packham wie im Oktober zur 100WHF-Gala. Schaute die Schirmherrin absichtlich an ihrem umstrittenen Porträt vorbei, das sie älter und angestrengt lächelnd zeigt?

Im Gespräch mit Cross Dressing Artist Grayson Perry aka „Claire“, seit letztem Jahr CBE. Der Künstler ist für seine Keramikarbeiten mit den Themen SM, Bondage und Transvestiten bekannt. Weitere der insgesamt 430 Gäste (Ticket à 600£): Pippas Ex Alexander Spencer-Churchill, Fotograf und Musiker Bryan Adams, Schauspielerin Elizabeth Hurley, Fotograf David Bailey, Schauspieler Alan Rickman, Sponsor Leon Max (maxstudio) – und Princess Beatrice of York.

Hillary Mantel, die laut Mirror einen Beitrag über Thomas Cromwell gestiftet hatte, blieb der Veranstaltung fern und ersparte Kate damit eine peinliche Begegnung. Sie hatte letztes Jahr öffentlich die Herzogin eine „Plastikprinzessin“ und einen „Brutkasten ohne Persönlichkeit“ genannt – jedenfalls würde sie so wahrgenommen.

Am interessantesten an diesem Abend ist die Person, die Elizabeth II einen Halsschmuck von Cartier zur Hochzeit anno 1947 geschenkt hatte, den sich Catherine für gestern Abend auslieh: Nizam von Haiderabad, König eines Fürstenstaates, der von 1724 bis ca. 1956 existierte, umgeben viele legendäre Erzählungen. So sollen Mäuse 3 Mio £ gefressen haben, die er im Dachboden versteckt hielt. „His Exalted Highness“ soll mit 86 Geliebten 100 Nachkommen gezeugt haben. Sein Geiz ist legendär; es heißt, er habe nur 1£ pro Tag ausgegeben und sich seine Socken selbst gestrickt.

Der anglophile Fürst erlebte die Annektierung seines Reiches durch die Inder, nachdem England Indien 1947 in die Unabhängigkeit entlassen hatte. Ihm blieben sein unermesslicher Reichtum, den sein Nachfolger, der 8. Nizam in den 1990er Jahren zurückließ. Dieser ging in die Moschee beten und kam nie zurück. Inzwischen wurde er verarmt in der Türkei aufgespürt. Laut Mirror hat Indien 2008 Verhandlungen mit den Erben Nizams aufgenommen über die Millonen, die in Cash in einer Londoner Bank seit 60 Jahren geparkt waren.