Charlottes Geburtsurkunde

Wer hat diese Urkunde ausgefüllt und warum ist nur der Geburtsname der Mutter „Middleton“ in Blockschrift geschrieben?
Die Registrierung von „Entry No. 212“ fand jedenfalls im KP statt – ein Privileg der Royals. Auch die Queen bemühte sich heute in den Palast der jungen Eltern und sah nach ihrem 5. Urenkelkind.

Todesdrohungen für Sauklaue

Vor sechs Monaten kam das Cambridge Baby auf die Welt. Diese jubelte ihm zu.

Dass die Begeisterung der Massen auch ins Gegenteil umschlagen kann, musste eine Frau erfahren, die in Prince Georges Leben eine wichtige Rolle inne hatte. Die Standesbeamtin, die seine Geburt im KP registrierte, erhielt einige sehr negative Kommentare bis hin zu Hassausbrüchen und Todesdrohungen.

Warum? Alison Cathcart erzählt in einer Dokumentation des ITV über Großbritanniens berühmtestes Standesamt Westminster Register Office, dass ihre Handschrift auf der königlichen Geburtsurkunde Missfallen erzeugte. Sie wurde als Analphabetin beschimpft, diese Handschrift sei schlimmer als die einer Katze und sie solle gefeuert werden, waren Reaktionen, mit denen Cathcart nicht gerechnet hatte.

Eine schöne Handschrift gehört eigentlich auch zum Anforderungsprofil einer Standesbeamtin, aber bei ihrem Besuch im Palast, neben sich den frischgebackenen Vater The Duke of Cambridge, ließ sie die Kalligraphie außer Acht. Sie musste laut Daily Mail sogar ein neues Blatt ausfüllen, weil ihr auf dem ersten ein Fehler unterlief. Im Amt nutzt sie zum Ausfüllen der Urkunden seit Jahren den PC.

Schade, eigentlich war es das „Highlight ihrer Karriere“.

ITV, 4. Februar 2013, 22 Uhr (9pm Ortszeit): „Births, Deaths and Marriages“  (Alison Cathcart ganz links auf dem Foto)

William „in baby mode“ und Kate „endlich Prinzessin“

Normalerweise müssen Briten ihr Kind innerhalb 42 Tagen nach der Geburt beim örtlichen Standesamt anmelden. Nicht so die Cambridges: Am Freitag betrat Alison Cathcart, „deputy registrar of Westminster“, Kensington Palace, um dem Elternpaar diese Pflicht abzunehmen. Die Urkunde enthüllt, dass als Kates Beruf nun offiziell „Prinzessin des Vereinigten Königreichs“ angegeben wird. Den Titel „Duchess of Cambridge“ erhielt sie bei ihrer Hochzeit 2011. Historiker Andrew Roberts meint, britische Ehefrauen nehmen mit der Eheschließung den Rang und Status ihres Ehemannes ein. Der Royal Watch Blog der Washington Post äußert 2011 die Ansicht: Kate „can stilltechnically be described as a princess even though that’s not her title, …“

By Phooto [GFDL, CC-BY-SA-3.0 or CC-BY-SA-2.5], via Wikimedia Commons

Am Sonntag fand Papa William Erholung beim Polospiel, for charity reasons. Dabei schenkte er der Presse ganz nebenbei am Spielfeldrand ein paar nette Formulierungen:

“He keeps us on our toes.“ zu Deutsch: Er hält uns auf Trab.

„It (parenthood)´s quite a game changer.“ – Deutsch in etwa: Als Eltern bekommt man neue Spielregeln oder auch: das Baby ist ein Impulsgeber, einer, der neue Prioritäten und Akzente setzt.

“I was in baby mode out there.” – Deutsch in etwa: Bin immer noch in der Welt der durchwachten Nächte und des ständigen Fütterns und Windelwechselns.