Issa – Lieblingslabel mit neuem Designer auf der LFW

Letzten Sonntag um 12 Uhr präsentierte Kates Lieblingslabel Issa seine neue Herbst/Winter-Kollektion 2015/15 in London. Jamie O´Hare, der neue Designer des Modelabels Issa, schwörte auf Bewährtes. Allerdings erhielt das Markenzeichen „Jerseykleid“ einen neuen Touch durch asymmetrischen Säume und auffällige Prints. Farben: Schwarz! Rot, Dunkelblau und Zitrone.
Die Anklänge an die 70er auf allen LFW-Schauen finden sich auch bei Issa in Form von Fransenmänteln, schrägen Blockstreifen und Jumpsuits, immer kombiniert mit schwarzen Boots.

Ob BGs Mum die neuen Modelle derzeit zu Hause im KP probiert und noch rein passt? Sie ist ja bekannt dafür, einige Zeit verstreichen zu lassen, bevor sie ein Designerteil trägt. Meist ist es dann schon nicht mehr erhältlich, manchmal wird es aber auch neu produziert.

Kates Favourites von der High Street

Issa geht für nächsten Herbst/Winter schnitt-, farb-, und mustertechnisch in Richtung Skandinavien und Japan: Rosa! Rot. Schwarz. Weite Egg-Shape-Mäntel. Großflächige Prints. Für die Herzogin zeigen die Designs einmal zuviel aufs gezackte Dekolleté, ein anderes Mal sind Capes/Shawls und ovale Silhouetten unpraktisch für offizielle Termine. Die Kleidung der Royals muss dem allgemeinen Geschmack zusagen, eher zeitlos-klassisch sein, nur etwas persönliche Note ist erlaubt. Monochrome Outfits werden bevorzugt, da man so das Auge live oder auf Fotos automatisch auf sich lenkt. Danielle Helayel – von ihr stammt das blaue Jerseykleid zur Verlobung der Cambridges – hat letztes Jahr das von ihr gegründete Label „Issa“ verlasssen. Kate sah man lange nicht in „Issa“.

Seit 2005 leistet sich die britische Modekette eine Schau als „Topshop Unique“. Kate Moss und Annau Wintour adeln die Massenware zu Günstigpreisen mit ihrer Anwesenheit in der ersten Reihe. AutumnFall2014: Bugunderrot! Winterblau. Shades of Grey. Beine! Mikro-Shorts. Transparenz. Daunenstepp. Fake Fur Patchwork. Midi-Layer-Röcke. Überhaupt Layering! Söckchen und Booties! Topshops Farben sind außergewöhnlich aber harmonisch abgestimmt und machen Laune.

16. 2. 2014, Turbinenhalle der Tate Modern

London Fashion Week: Was dabei für Georges Mum?

Eine Lieblingsdesignerin von Herzogin Catherine präsentierte gestern ihre Modelle für die nächste Herbst/Winter Saison auf der London Fashion Week: Emilia Wickstead.

Im April 2013 – während ihrer Schwangerschaft mit George – trug sie ein Cocktailkleid by Emilia Wickstead in babyblau (!) für einen Besuch der National Portrait Gallery: Foto. Mit einem rosa Wickstead-Design stand sie auf der Gartenparty der Queen 2012 im Mittelpunkt: Foto, welches sie auch in Gesellschaft des Fürsten von Monaco (Foto) trug. Dasselbe Mai-Event 2013 im Garten des BP: Wickstead again (Foto). Diesmal ist es ein sonnengelbes Mantelkleid namens „Marella“, benannt nach der italienischen Kunstsammlerin Marella Agnelli, née Prinzessin Donna Marella Caracciolo di Castagneto.

Die Tabloids nannten sie schon „Highstreet-Kate“ wegen ihrer Vorliebe für die günstigen Kleider aus Londons Haupteinkaufsstraßen von Issa oder TopShop. Da fielen diese Pieces für ca.1200£ wieder auf. Positiv bewertet wurde dann auch das mehrmalige Tragen, gleich wenige Wochen nacheinander.

Auch Suki Waterhouse und Poppy Delevingne tragen Wickstead, laut Vogue neuer Liebling der Londoner Socialites. Die Designerin, Absolventin der Central Saint Martins, kreiert einen hochgeschlossen und figurbetonten Signature Style. 2009 gründete sie erst ein Maßatelier, wagte 2011 dann den Sprung auf die London Fashion Week. Letztes Jahr war Wickstead einer der britischen Designer, die im Rahmen einer BAFTA-Veranstaltung im Chateau Marmont in Los Angeles vorgestellt wurden. Kate hat mit Sicherheit den Shop am Cadogan Place gepusht. Sie wählte bisher die Pudertöne mit Retro-Charme. Die Show gestern wurde von dramatischeren Schnitten als wir sie von Kate kennen – ausgestellte weite Röcke – dominiert, wie auch von der Farbe Schwarz, die allerdings vor allem in Kombination mit Puderrosa und Blumenornamenten wieder Vintage Flair transportiert. Insgesamt too edgy für Georges Mum?

Schnitttechnisch könnte die Fall/Winter Kollektion der Irin Orla Kiely kompatibler sein mit den Anforderungen öffentlicher Auftritte. Am schönsten zu sehen an Kates Kiely-Kleid zum Only Connect Termin letzten November wie auch in der Rose Hill Primary School im Februar 2012. Die Designerin, die schon für das MoMa und die Tate arbeitete, weitete ihre Kollektion auf Interior Pieces aus, welche ihre Handschrift, ungewöhnliche Farbkombinationen und graphische Muster, hervorragend zur Geltung kommen lassen. Die Taschen stechen nach wie vor am meisten ins Auge, sind ja auch seit 1997 Herzstück der Orla Kiely-Präsentationen. Die AW14-Kleider haben ebenso wie Wicksteads Retro-Anklänge, hier eher Sweet Sixties Look als Film Noir.

London – gefühlsecht

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Der scheidende Karstadt-Chef Andrew Jennings, Brite und früher im britischen Kaufhaus Debenhams tätig, André Maeder (früher: Harrods) und Chefeinkäuferin Gilian Berkmen (früher u.a. Sears), möchten ihren Kunden UK-Mode bieten: „Feel London“. Wenn da nicht der Hype um George dahinter steckt! Die Karstadt-Zielgruppe war bisher nicht sehr auf hippe Britmode ausgerichtet, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Ich sah heute in der U-Bahn eine ca. 70jährige Dame mit einer Karstadt „Feel London“-Tasche. Hoffentlich war der Einkauf kein Geschenk für die Enkelin!
Aber es gab auch Weit-her-geholtes, auf englisch Getrimmtes. We „proudly“ present: Die winkende Solar-Queen, das kuschelige Union Jack Plaid für kühle Herbsttage, eine knallrote Londoner Telefonzelle als Türstopper.

   
Markenshops der Firma Topshop sind seit 4.9. in Hamburg (Mönckebergstraße), seit 2.9. in Düsseldorf (Schadowstraße), seit. 30.8. Berlin (KadeWe) und ab 21. September in München (Neuhauser Straße 18) zu finden.

TopShop und TopMen im Oberpollinger, München