Ugly Christmas Sweaters go Tussaud´s

Seit der gute Colin Firth, geadelt zum Commander of the British Empire, in „Bridget Jones“ geschmacklose weihnachtlich bestickte Strickpullover trug – einmal mit Rentier, das wie ein Affe aussah, einmal mit Schneemann – setzt sich der Trend langsam aber stetig durch. Dieses Jahr ist er so hot, dass Madame Tussaud´s in London die Royal Family – natürlich mit deren Einverständnis – in solche verpackte.

Fashioning a Reign

Der Royal Collection Trust präsentiert im BP vom 23. Juli bis 2. Oktober 2016 die Ausstellung „Fashioning a Reign“ (90 Years of Style from the Queen’s Wardrobe) mit 150 Outfits Ihrer Majestät. Die Queen hatte es ja nicht weit und warf daher bereits einen Blick auf die guten Stücke, darunter Highlights wie Hochzeitskleid und Krönungsrobe. Verantwortliche Designer waren Sir Norman Hartnell, Sir Hardy Amies und Ian Thomas.

Royal, Royal … sind alle meine Kleider

„I can never wear beige because nobody will know who I am”.

Wer neun Dekaden Mode erlebt hat und – allein für die offiziellen Anlässe – 10.000 verschiedene Outfits trug, kann locker 150 Exponate für eine „Largest Exhibition Ever“ liefern. Die Kleider der Queen werden anlässlich ihres 90. Geburtstags 2016 für die Öffentlichkeit aus den königlichen Schränken geholt. Die Hauptausstellung im BP wird Kleider von Kindheit, Hochzeit, Jubiläen zeigen, u. a. designed by Stewart Parvin, Hardy Amies, Norman Hartnell, Ian Thomas, Maureen Rose, John Anderson und Karl Ludwig Rehse, Angela Kelly. In Holyrood House, Edinburgh, geht es ab dem 21. Juni 2016 um das Tartan-Muster in der königlichen Garderobe im Wandel der Zeit.

Wer sich vorab informieren will, dem sei „Das trägt die Queen“ ihrer Stylistin Angela Kelly empfohlen, erhältlich hier:

Um peinliche Wiederholungspannen zu verhindern – schließlich wird die Queen ständig fotografiert – führen die Schneiderinnen ein Outfit-Tagebuch, in das alle Bestandteile ihrer Garderobe genau notiert werden, inklusive Fantasie-Namen für die Kleider.

Billion Dollar Baby

Ein Mädchen mit dieser Nähe zum englischen Thron wie die kleine CharlotteElizabethDiana gab es seit 65 Jahren nicht mehr.
Und Princess Anne war schon immer eher der burschikose Typ, uneitel, eine Pferdenärrin.
Die Tochter der Herzogin von Cambridge wird mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr Interesse an Mode und Glamour haben. Dazu kommt, dass Kommunikation und Medien seit Annes Geburt 1950 um Lichtjahre weiter entwickelt sind.

Ein Einzelhandelsexperte prognostizierte der Prinzessin laut The Telegraph daher einen Wert von über 1 Milliarde Pfund als Wirtschaftsfaktor, noch bevor sie 10 ist, vornehmlich für die Fashion- und Beauty-Industrie.

Auf den wenigen Fotos von Lil´ George erkennt man einen klassischen konservativen Stil. Da liegt es nahe, dass auch seine kleine Schwester den Old-School-Trend in der Mädchenmode fördern wird, jedenfalls solange ihre Mutter die Sachen aussucht.

Issa – Lieblingslabel mit neuem Designer auf der LFW

Letzten Sonntag um 12 Uhr präsentierte Kates Lieblingslabel Issa seine neue Herbst/Winter-Kollektion 2015/15 in London. Jamie O´Hare, der neue Designer des Modelabels Issa, schwörte auf Bewährtes. Allerdings erhielt das Markenzeichen „Jerseykleid“ einen neuen Touch durch asymmetrischen Säume und auffällige Prints. Farben: Schwarz! Rot, Dunkelblau und Zitrone.
Die Anklänge an die 70er auf allen LFW-Schauen finden sich auch bei Issa in Form von Fransenmänteln, schrägen Blockstreifen und Jumpsuits, immer kombiniert mit schwarzen Boots.

Ob BGs Mum die neuen Modelle derzeit zu Hause im KP probiert und noch rein passt? Sie ist ja bekannt dafür, einige Zeit verstreichen zu lassen, bevor sie ein Designerteil trägt. Meist ist es dann schon nicht mehr erhältlich, manchmal wird es aber auch neu produziert.

Hobbs Herbst/Winter14

Eines von Kates Highstreet-Lieblingslabels bietet für formelle Anlässe in seiner AW14 Collection so einiges. Besonders Kleider in ihrer Lieblingsfarbe Blau könnten wir uns gut an ihr vorstellen: Hobbs´ blue dresses

Auch die Knie-hohen Stiefel und langen Mäntel sind ganz ihr Ding. Hobbs geht in die Vintage-Richtung mit wadenlangen Röcken, kombiniert zu flachen Schuhen – aber in Silber- und Gold-Metallic, mit körpernahen, nicht ganz so langen Mänteln, ebenfalls glänzend. Grobe wollene Karoröcke – aber auch Spitzentutus mit Pailletten. Die Vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts treffen auf Seventies Glam. „Gimmie That Swing!“ (Cissie Redgwick)

Kiwi Design: Tav Pacific

Da sich die Duchess of Cambridge bisher bei offiziellen Auslandsreisen in Mode des Gastgeberlandes zeigte, tippen wir auch beim anstehenden Übersee-Trip, der sie morgen nach Neuseeland bringt, darauf, dass Kiwi-Mode vom Kate-Effect profitieren wird. Welche Designer sie tragen wird, ist vorerst geheim. Wir müssen die Fotos abwarten und können unterdessen spekulieren…

Ein neuseeländisches Designerlabel trugen die Cambridges beide bereits 2012 zu einem Dinner mit dem Generalgouverneur der Salomonen: Foto. Tav Pacific (est. 1987) wirbt gerne mit der Herzogin aus dem fernen London. Kates Kleid verkaufte sich damals laut New Zealand Herald 200mal. Die ganze Kollektion, aus der sie ein Kleid trug, ist nach ihr benannt:

http://tavpacificauckland.weebly.com/kate-the-duchess-of-cambridge-collection.html

Die Gründerin des Labels, Ellena Tavioni-Pittman, und ihre Schwester Vira stammen aus einer Künstlerfamilie von der Insel Atiu. Sie haben ein „resort-wear concept“ entwickelt für betont bequeme und betont leichte Kleidung in strahlenden Farben, die von Hand gedruckt oder aufgemalt werden. Zum Trocknen nutzen sie das Sonnenlicht. Besonders entspannt sind auch die Verschlüsse: Keine Knöpfe und keine Reißverschlüsse! Motivisch schöpfen die Tav-Designerinnen aus ihrer maritimen und floralen Welt Polynesiens. Außerhalb AUS/NZ sind Tav-Designs in London, Südfrankreich und den VAE erhältlich.