Sapphire Jubilee

Vor 65 Jahren bestieg Queen Elizabeth II den Thron. Fotograf David Bailey machte nun das offizielle Porträt für diesen Anlass. Darauf trägt sie die Kette aus 16 in Diamanten gefassten Saphiren mit passenden Ohrringen – Geschenke aus dem Jahr 1947 von ihrem Vater König George  VI.

Traditionell verbringt die Monarchin den Accession Day (6. Februar) in Sandringham und kehrt einige Tage später aus den „Weihnachtsferien“ zurück nach London.

Ihre 65 Jahre auf dem Thron können von Sohn Charles nicht getoppt werden. Es gab überhaupt nur wenige Monarchen, die länger regierten. Dazu zählen Sisis Eheman Franz Joseph I von Österreich, König von Ungarn, Kroatien und Böhmen mit 67 Regentschaftsjahren, König Bhumibol von Thailand mit 70 Jahren, König Ludwig XIV von Frankreich (72 Jahre) und König Sobhuza II von Swasiland (80 Jahre).

God Save the Queen and the Alpacas

Die Queen konnte nach einmonatigem Rückzug wegen Krankheit heute erstmals wieder öffentlich auftreten. Während ihres Aufenthaltes auf Sandringham während der Weihnachtsferien ist normalerweise der sonntägliche Gottesdienst Pflicht. Mit Ehemann Philip wurde sie kurz vor 11 Uhr Ortszeit zur St Mary Magdalene Kirche chauffiert, royalblau gewandet und allem Anschein nach wieder vollständig genesen.

Prince William, Catherine + Middletons begleiteten die Queen beim Kirchgang. Dabei trug die Herzogin den grünen Sportmax Mantel mit Gürtel (wie Weihnachten 2015) und einen Pelzhut aus Babyalpaka von Lock & Co (Königlicher Hoflieferant).

Angeblich verwendet das Unternehmen nur Pelze von Tieren, die auf natürliche Weise gestorben sind („ethical fur“, hier auf Grund des harten Winters in den Anden, Peru), und unter dem Fairtrade Label gehandelt werden.

Neujahrs-Gottesdienst ohne Queen

Auch am 11. Tag ihrer Krankheit, „a heavy cold“, konnte Elizabeth II. nicht am Familiengottesdienst in der St Magdalene Church von Sandringham teilnehmen. Gatte Philip (95), unterstützt von Tochter Anne + Gatte und Sohn Edward + Familie, „soldiers on“. Auch er nahm heute den Wagen. Die Wetterbedingungen vor Ort waren aber auch zu kalt, nass und windig.

Bilanz der Windsors

Am Ende des Jahres wird von der Times wieder abgerechnet – mit den Royals. Wer war am fleißigsten? Wer hat die meisten öffentliche Termine absolviert? Wer war in wie vielen Ländern auf Staatsbesuch oder in Sachen Charity unterwegs?

Tim O‘ Donovan zählte zusammen und kürt Thronfolger Prince Charles (530 Termine) zum am härtesten arbeitenden Royal im Court Circular.
Auf Platz 2 die Schwester, Princess Anne, die auf Grund gesundheitlicher Probleme dieses Jahr einige Termine absagen musste. Sonst wäre sie wahrscheinlich – wie schon 2015 – die Number One geworden.

Ein weiteres Ergebnis: Die älteren Mitglieder der „Firma“ nehmen mehr Pflichten wahr als die Jüngeren. So hatte die Queen 2016 mehr Empfänge, Eröffnungen, Reden und Besuche als die Cambridges zusammen. Dabei haben beide ihre Termine gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt .

Es lebe die Königin!

Nachdem gestern die Queen von Fake News für tot erklärt wurde, klärte sich die Lage jedoch schnell auf. Hacker hatten einen Fake-BBC-Twitteraccount genutzt, um diese Sensationsmeldung um die Welt zu jagen. Elizabeth wird sich gedacht haben „There´s life in the old dog yet“.

Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige

Etikette-Experte William Hanson hat die Loser des Jahres 2016 benannt. Leider sind auch BGs Eltern darunter. Ihr Zeitmanagement sei eine Katastrophe, was besonders beim Staatsbesuch in Kanada auffiel. Die Cambridges trafen öfters 20 Minuten zu spät ein, den Premier sollen sie bei der offiziellen Begrüßung sogar eine knappe Dreiviertelstunde haben warten lassen. Laut Mail gibt ein Insider Charlotte und George als Grund für die Unpünktlichkeit an. Das war der Queen nie passiert. Sie ließ ihre Kinder immer zu Hause.

Dafür war Justin Trudeau auch unter den „Award Winnern“, weil er einem Mitglied der Königlichen Familie (George) HighFive anbot. Damit wäre die Angelegenheit wohl wieder ausgeglichen.

Große Wirkung der kleinen guten Taten

Sie begann mit den Worten „There was a time when…“ Die Queen sprach in ihrer aufgezeichneten Weihnachtsansprache von großen globalen Problemen, die aber durch die Wirkung von vielen „small acts of goodness“ bekämpft werden könnten. Sie hob die Leistung der Olympioniken in Rio dieses Jahr heraus und die zahlreicher Charity-Organisationen und Retter wie die East Anglian Air Ambulance, für die ihr Enkel Prince William fliegt. Zum Brexit kein Wort, und ihren 90. Geburtstag erwähnte sie nur, um die zahlreichen Helfer der Festlichkeiten zu loben.

Elizabeth II trug beim Recording ein türkises Seidenkleid von Angela Kelly.