Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige

Etikette-Experte William Hanson hat die Loser des Jahres 2016 benannt. Leider sind auch BGs Eltern darunter. Ihr Zeitmanagement sei eine Katastrophe, was besonders beim Staatsbesuch in Kanada auffiel. Die Cambridges trafen öfters 20 Minuten zu spät ein, den Premier sollen sie bei der offiziellen Begrüßung sogar eine knappe Dreiviertelstunde haben warten lassen. Laut Mail gibt ein Insider Charlotte und George als Grund für die Unpünktlichkeit an. Das war der Queen nie passiert. Sie ließ ihre Kinder immer zu Hause.

Dafür war Justin Trudeau auch unter den „Award Winnern“, weil er einem Mitglied der Königlichen Familie (George) HighFive anbot. Damit wäre die Angelegenheit wohl wieder ausgeglichen.

Große Wirkung der kleinen guten Taten

Sie begann mit den Worten „There was a time when…“ Die Queen sprach in ihrer aufgezeichneten Weihnachtsansprache von großen globalen Problemen, die aber durch die Wirkung von vielen „small acts of goodness“ bekämpft werden könnten. Sie hob die Leistung der Olympioniken in Rio dieses Jahr heraus und die zahlreicher Charity-Organisationen und Retter wie die East Anglian Air Ambulance, für die ihr Enkel Prince William fliegt. Zum Brexit kein Wort, und ihren 90. Geburtstag erwähnte sie nur, um die zahlreichen Helfer der Festlichkeiten zu loben.

Elizabeth II trug beim Recording ein türkises Seidenkleid von Angela Kelly.

Kirchgang ohne Queen

Den Besuch des Weihnachtsgottesdienstes in der St. Mary Magdalene Church mussten die Royals dieses Jahr ohne die Queen absolvieren. Sie hat immer noch mit einer schweren Erkältung zu kämpfen. Seit 1988 pflegen die Royals diese Tradition und Elizabeth II hatte seither nie gefehlt. Gatte Philip fuhr kurz vor 11 Uhr mit dem Wagen vor – einzige Konzession an seine ebenfalls angeschlagene Gesundheit (sonst nimmt die Queen den Wagen). Begleitet wurde er von der fürsorglichen Schwiegertochter Sophie, der Countess of Wessex. Zum 9-Uhr-Gottesdienst (ausschließlich für die Royals und mit legerem Dresscode) war er noch zu Fuß unterwegs: Foto.

Unter den Royals: Charles, Camilla, Harry, Andrew mit Töchtern Eugenie und Beatrice (wie jedes Jahr mit gefährlich hohen High Heels), Edward und Sopie mit Tochter Louise und Sohn James, Anne mit Sohn Peter, Schwiegertochter Autumn und – erstmals dabei – Enkelinnen Isla und  Savannah.

Bestens gelaunt erschien Prince Harry, der sich auch zu den Wartenden am Wegrand gesellte, scherzte und einen Hund streichelte. Es fehlten wie schon zuvor erwähnt, Prinz William + Familie sowie die Queen-Enkelin Zara Tindall, die gerade eine Fehlgeburt erlitten hatte (+ Ehemann Mike + Tochter Mia).

Laut Palastsprecher wird Elizabeth aber die Indoor-Aktivitäten der Familie miterleben können und z.B. beim Lunch um 1.15 p.m. zugegen sein.

Weihnachtsmärchen – Wie es sein könnte…

…wenn Meghan Markle mit der Königlichen Familie feiern würde. Künstlerin Alison Jackson hat sich das vorgestellt und Ende November im Pelham Hotel, South Kensington, mit Doppelgängern realisiert. Die styled shoots waren für das Dezember-Cover der „Stella“, dem Lifestyle-Mag des Daily Telegraph.

Die Fotografin schaut bei ihren Doubles vor allem auf die Gesichtszüge, schließlich studierte sie Skulptur am Chelsea College of Art and Design. Interessant ist, dass ihr Meghan-Lookalike bei ihr auch Pippa Middleton „spielt“. Hat sich Harry eigentlich in Catherines Schwester verliebt und projiziert diese Gefühle nun auf die US-Schauspielerin?

Ms Jackson ist sehr diskret. Die Namen ihrer Doubles verrät sie nicht. Doch es gibt Prominente, die die Fotos ihrer Lookalikes sogar sammeln. Es könnten Robbie Williams und Victoria Beckham darunter sein, die so viel Selbstironie besäßen, verriet sie dem Daily Telegraph.

BG feiert Weihnachten in Bucklebury

Die Cambridges werden das erste Mal seit 2012 Weihnachten mit der Middleton-Family feiern, wie ein Angestellter der Mail verriet. Auf Prinz Philips Fasanjagd am Boxing Day könnten sie wieder mit von der royalen Partie sein. Ansonsten tauschen sie tägliche Kirchgänge und 5maligen Garderobenwechsel sowie genauer Taktung (z.B. 50 Minuten für den Lunch) mit jeder Menge Spaß und Ungezwungenheit. So soll sich Michael Middleton zu den Feiertagen in ein witziges Kostüm werfen, z.B. als Sumoringer. (Was hat das mit Weihnachten zu tun? Na ja, honi soit qui mal y pense)

Und es ist ja auch Pippa Middletons letztes Weihnachten als Single. Im Mai wird sie James Matthews in der St. Marks Kirche von Bucklebury heiraten.

Im Domesday Book (Grundbuch) von 1086 (Henry I) wird Bucklebury als „Borgeldeberie“ erwähnt, das so viel heißt wie „Burghild´s“.

Royal Binge Watching Season

Peter Morgan, der schon den wunderbaren Film „Die Queen“ entwickelt hat, schenkt uns in der Vorweihnachtszeit eine Serie, deren Mittelpunkt die Regentschaft Elizabeths II. ist.

Irgendwie rühren uns in der besinnlichsten Zeit des Jahres englische Familiengeschichten besonders: Downton Abbey, Das Haus am Eaton Place („Upstairs Downstairs“), Wiedersehen mit Brideshead, Was vom Tag übrig blieb; auch die Verfilmungen der Jane-Austen-Bücher passen so gut zu Kaminfeuer und Weihnachtskarten-Schreiben.

Seit November auf Netflix (teuerste Eigenproduktion): „The Crown“ mit der feinnervig agierenden Claire Foy. Auch Anhänger eines weniger historischen Upper Class-Geschmacks werden bei den britischen Serien fündig: Absolutely Fabulous, Marcella, The Fall, The Hour, Peaky Blinders, Sherlock oder The IT Crowd sind zu gemütlichen Herbst-Winterabenden ebenfalls kompatibler als die meisten US-Serien.

Sir Eddie!

Best Buddies in Eton – Williams ehemaliger Kumpel erhielt gestern Abend auf Schloss Windsor von dessen Großmutter aka The Queen seinen OBE (Officer des Order of the British Empire) für seine Verdienste im Bereich Drama.

Much appreciated by all his female admirers around the world!

Wir lieben ihn als Cover der aktuellen UK Esquire

…als fantastischen Darsteller des „Danish Girl“

…und als Pendler im öffentlichen Nahverkehr: