Taufe Royal Baby #2 – Update

Mums Outfit: Alexander McQueen, Schuhe: Russell & Bromley, Hut: Jane Taylor

Die offiziellen Tauffotos schießt Mario Testino, Diana´s Freund und Hoffotograf.

Zum Tee gibt es – wie schon bei Prince George – aufgehobenen Früchtekuchen aus der Hochzeitstorte der Cambridges von 2011. Das Tischarrangement könnte ähnlich diesem sein, zur Tauf von Queen Victorias Jüngstem.

Die Alice von 1829

„The Adventures of Alice Laselles“, das Buch, das Queen Victoria im zarten Alter von 10 Jahren schrieb und das beinahe 200 Jahre in den Archiven der Windsors bewahrt wurde, wird jetzt veröffentlicht.

Es ist die illustrierte Geschichte des Mädchens Alice, das auf ein Internat geschickt wird. Das rote Notizbuch, das die handschriftliche Story enthält, beginnt mit der Widmung: “To my dear Mamma, this is my first attempt at composition is affectionately and dutifully inscribed by her affectionate daughter, Victoria.”

Waterstone gibt Käufern auf der Website die Möglichkeit, Königin Victoria zu rezensieren.

„Alice“ (3/1)

Kate wird am morgigen Freitag den letzten Termin vor ihrem „maternity leave“ absolvieren.
Bei den Bookies schwenkte die öffentliche Meinung jetzt vom favorisierten Mädchennamen „Elizabeth“ (5/1) um auf „Alice“ (3/1).
Alice war eine Tochter Queen Victorias und wird bei den Windsors heute als zweiter oder dritter Vorname benutzt, z.B. für Princess Anne oder Lady Louise.

Dahinter folgen: Charlotte (11/2) und Victoria (12/1) als Mädchennamen. Ein Brüderchen würde laut öffentlicher Meinung am ehesten Richard (10/1) oder James (12/1) genannt werden.

Die Wetten auf das Geschlecht des Babys sind nahezu unentschieden, doch 85% tippen auf ein blondes Baby. Prince George ist ja vorerst auch – wie sein Vater William – blond (6/4).

Baywatch und Schafschur … während George schlief

Kate rennt den Manly Beach entlang…es könnte eine Szene aus Baywatch sein, wären da nicht die hohen camel Stuart Weitzman Kork-Wedges. Sie war da um Life Guards und deren Arbeit kennenzulernen. Geschenk für Lil George: ein Surfbrett: Foto.

Royal Easter Show am Olympic Parc ohne George. „Er schläft“, so Kate nun bereits zum dritten Mal während der Ozeanien-Tour. Veranstalter der Osterschau ist die Royal Agricultural Society“ von New South Wales, seit 1823. Über zwei Wochen strömen an die 1 Mio Australier zu dieser Veranstaltungskombination aus Landwirtschaftsschau/Vergnügungspark/Messe, um die Kultur und die Produkte des Landes zu erleben. Queen Victoria verlieh der Schau das Recht, „Royal“ im Namen zu führen.

Die Neckereien von William („Banane“) wurden heute von Kate gekontert. Bei der Schafschur deutete sie an, dass er ein Toupet aus Alpakawolle vertragen könnte: „You need it more than me“.

Kate bekam ein Wombats-Buch für George und enthüllte, dass BG momentan verrückt nach Wombats sei – und nach Süßkartoffeln. Die Schaulustigen haben sich auf das Royal Baby vorbereitet: Foto.

Endlich trägt die zukünftige Königin (falls sich Australien und Neuseeland nach der Queen-Regentschaft nicht von der Monarchie lösen) ein australisches Label: Zimmermann. Das helle Kleid mit Lochstickerei ist Teil der Summer Swim Collection 2014.

Das „Bettwärmer-Baby“ James Edward Francis Stuart

Die Geburt von James Edward Francis Stuart im Juni 1688 gibt der Geschichte der englischen Monarchie einen entscheidenden Twist. Da er als fremdes Baby Mary of Modena, der Gattin König James II, untergeschoben worden sein soll, galt ab dato die Anwesenheit des Innenministers (home secretary) zur Legitimation des Thronerben als Pflicht, bis Ende der 1930er Jahre.

Eine Schar blaublütiger Protestanten um William of Orange und Mary II (James´ älteste protestantische Tochter und deren Ehemann) fürchteten mit James Edwards´ Geburt eine gesicherte katholische Thronfolge und griffen militärisch an. Der ohnehin unpopuläre König floh entnervt mit seiner Familie Weihnachten 1688 ins Ausland, was man in England als Abdankung wertete.

Im Februar darauf wurde ein neues Verfassungsrecht in der Declaration of Rights, später im Bill of Rights festgeschrieben, das die Beziehung des Monarchen zum Parlament und zum Volk neu regelte – gültig bis heute. Das Britische Königshaus gibt hierzu lediglich an, dass das Baby James Edward Francis Stuart als Erwachsener den Beinamen „Old Pretender“ trug.

König James II, Porträt von Peter Lely

Das berühmteste Royal Baby, das vor George im Kensington Palast aufwuchs, ist Queen Victoria. Ihre Kindheit war allerdings ziemlich unglücklich. Ihre Mutter, ein Kontrollfreak, wachte mit dem „Kensington System“ über jeden ihrer Schritte. Vic zog deshalb so bald als möglich aus.

Queen Victoria als Vierjährige, 1823 porträtiert von Stephen Poyntz Denning (Dulwich College Picture Gallery)

Farmer William

Madingley Hall, Foto: Michael Maggs [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Schon nächste Woche, so der Mirror, geht Georges Daddy an die Uni Cambridge, um einen Vollzeitkurs in Agricultural Management bis Mitte März zu belegen. Die Vorlesungen/Seminare dauern 18-20 Stunden. Unter der Woche wird er von Kate, die am 9. Januar ihren 32. Geburtstag feiert, und George wahrscheinlich getrennt sein und in Madingley Hall wohnen. Diese Residenz mietete Queen Victoria für ihren Sohn Edward als High End Studentenbude in den 1860er Jahren. Vielleicht pendelt der Herzog von Cambridge aber auch. Mit dem Zug oder Auto wären es ca. zwei Stunden Fahrt täglich (95km).

Wenn Charles König wird, macht das William zum Erben des Herzogtums von Cornwall (2012 Rekordprofit 19 Mio£) – Charles selbst übernahm es schon im Alter von 21. Dieses Trimester soll ihm eine gute Basis an theoretischen Kenntnissen vermitteln. Er wird allerdings auch „in the field“ lernen und Essays über die Herausforderungen ländlicher Gemeinden schreiben müssen. Die Idee könnte von Prince Charles kommen. Er ist schließlich Schirmherr des Cambridge Programme for Sustainability Leadership. Viele multinationale Unternehmen schicken ihre Senior Executives, um Nachhaltigkeit in einer Welt des Klimawandels und schwindender Ressourcen in ihre Strategien einzubeziehen.

Doch warum jetzt, so schnell? Eilt es, weil die Queen ernsthaft krank ist oder machte Harry doch nicht nur Spaß, als er sagte, William beneidet jeden, der Georges Schreien nicht hören muss, sogar ihn am Südpol? Ein Sprecher des KP bestätigte, dass sich der Prinz sehr auf seine neue Aufgabe freut. Der Zeitpunkt wurde aber wahrscheinlich gewählt, weil The Prince of Wales‘ Business and Sustainability Programme sein zwanzigjähriges Bestehen, laut Daily Mail, mit besonderen Gala-Diners und Vorlesungen von Top Executives aus der Wirtschaft feiert. 

Übrigens gab es vor 300 Jahren einen Vorfahren Williams, König George III, der an Landwirtschaft und deren Entwicklung sehr interessiert war und von der Bevölkerung spöttisch „Farmer George“ genannt wurde.

Queen Victorias ewige Liebe zu Albert(s Medium)

Foto: George Washington Wilson (1863)

John Brown begegnete Queen Victoria, weil der Schotte 1848 auf Schloss Balmoral in ihre und Alberts Dienste trat. Als ihr Prinzgemahl am 14. Dezember vor 152 Jahren plötzlich verstarb – beide erst 42 Jahre alt – fand sie in Brown einen treuen Begleiter. Ausdruck ihrer Nähe und Wertschätzung war diese Widmung: „Friend more than Servant, Loyal, Truthful, Brave Self less than Duty, even to the Grave“. John durfte sie an Stelle von „Your majesty“ mit „woman“ ansprechen.

Von „Mama´s Lover“ bis zu „Mrs. Brown“ kursierten in den 30 Jahren die wildesten Gerüchte über die beiden. Reverend Norman Macleod soll auf dem Totenbett geschworen haben, Victoria und John den ehelichen Segen erteilt zu haben. Das Fiction Movie Mrs. Brown basiert auf dieser wohl einmalig engen Beziehung zwischen einer Königin und ihrem Diener.

Der irische Autor und Okkultismus-Experte J. H. Brennan veröffentlichte nun „Whisperers – The Secret History of the Spirit World“, in dem er John Brown als Medium darstellt, durch das Victoria mit Alberts Geist kommunizieren konnte. Ihre Beziehung ist nur Teil des Buches, das die Weltgeschichte unter dem Aspekt beleuchtet, welchen Einfluss „spirit contacts“ auf Entscheidungen und Richtungen der Weltpolitik hatten. „Kostenlose drahtlose Lieferung über Amazon Whispernet“

Zu Königin Victorias Zeit waren spiritistische Sitzungen mit Tischerücken und Geisterbeschwörungen groß in Mode. Viele Bestseller der damaligen Epoche handelten vom Okkulten, wie Charles Dickens´ „A Christmas Carol“, in denen Scrooge nicht nur vom Geist seines verstorbenen Geschäftspartners, sondern auch von den drei Geistern der Weihnacht Besuch erhält.

Noch mit Albert war Victoria auf die Hellseherin Georgiana Eagle aufmerksam geworden. Trotzdem hielt man am Hof Victorias ihre spiritistischen Sitzungen geheim, um nicht in Verdacht zu geraten, die Königin habe ihren Verstand verloren.

Im Blue Room auf Windsor Castle, in dem Albert verstorben war, musste die Dienerschaft täglich ein frisches Hemd rauslegen und auch sonst so verfahren wie zu Alberts Lebzeiten. Des Abends soll sie sich hier mit John Brown und Höflingen versammelt haben, um Alberts geliebte Stimme durch das Medium zu vernehmen. So scheint es, dass sie die große Liebe für Albert auf ihren „ghillie“ (schottisch: Diener) projizierte. Und so wie sie vor 1861 Alberts Rat in politischen Fragen eingeholt hatte, schien sie danach von John Brown abhängig.

Wie Gordon Rayner von The Telegraph berichtet, begann Prinz Albert seine in deutscher Sprache verfassten Liebesbriefe mit “Theuerste innigst geliebte Victoria”. Ab Mai 2014 zeigt eine Ausstellung in der Drawings Gallery auf Schloss Windsor erstmalig diese Dokumente einer großen Liebe.