It´s that Lego Time of Year Again

Im Legoland Windsor ganz in der Nähe von Windsor Castle bereitet man sich auf die Festtage vor. Prince George und Princess Charlotte stehen dabei im Mittelpunkt. Eingemummelt in winzige gestrickte Mützen und Schals werfen sie ihre Weihnachtswunschpost in den Briefkasten vorm BP. Eine andere Szenerie zeigt sie mit den Eltern auf dem Royalen Balkon des Schlosses und beim Christmas Dinner davor.

Auf dem Sofa der Queen

Der Palast selbst twitterte ein Bild vom Wohnzimmer der Queen: Ihre Majestät mit Neuseelands Premier John Key am 30. Oktober auf Schloss Windsor.
Neben allerlei Kram, der auch bei anderen Großmüttern dieser Welt rumliegt, fällt die Fernbedienung des Pay-TV-Senders SKY auf und eine in Leder geschlagene TV-Zeitschrift. Die Tintenfässer verweisen auf ihre Art, Briefe handschriftlich zu beantworten, das Foto ihrer Mutter Queen Mum deutet eine innige Beziehung zu ihr an. Am typischsten an der Aufnahme ist aber die Anwesenheit von Dorgi „Candy“.

Kates „No Show“ beim Dinner für das Royal Marsden

Prince William empfing gestern auf Schloss Windsor Stars, um die Arbeit des Royal Marsden Hospitals im Londoner Westend zu würdigen. Unter den A-Liste-Gästen: Emma Watson, Cara Delevingne, Helena Bonham-Carter, Cate Blanchett, Benedict Cumberbatch. Bei Ralph Lauren entschuldigte der Duke seine Frau, über deren „No Show“ der Modedesigner wohl verärgert war, hatte er doch großzügig 2 Mio $ gespendet. Auch eine Modenschau war angeblich geplant.

Statt dessen gab es laut Daily Mail einen kleinen Flirt von William und einer anderen Kate – Kate Moss – zu beobachten. Gerüchten nach soll er seine Charity-Arbeit von Kates Glanz überschattet sehen und deshalb als Schirmherr gerne alleine auftreten. Auch bei seinen Eltern spielte diese gewisse Popularitäts-Rivalität schon eine Rolle.

Königliche Fluthelfer

In Georges erstem Winter erlebt Großbritannien eine Welle von Stürmen, Niederschlägen und Hochwasser wie seit Jahrhunderten nicht mehr. Wozu sind Thronfolger da militärisch und katastrophentechnisch geschult? Wie der Buckingham Palast bestätigte, fuhren William und Harry nach Datchet nahe Schloss Windsor, entluden ab 6 Uhr früh mit der Household Cavalry Sandsäcke und bauten daraus einen Wall zum Schutz vor dem Themse-Hochwasser.

Die Aktion sollte laut Daily Mail geheim bleiben und wurde wohl erst Mittwoch Nacht entschieden. Georges Dad kam in Zivil, Onkel Harry trug Militärkleidung.

Queen Victorias ewige Liebe zu Albert(s Medium)

Foto: George Washington Wilson (1863)

John Brown begegnete Queen Victoria, weil der Schotte 1848 auf Schloss Balmoral in ihre und Alberts Dienste trat. Als ihr Prinzgemahl am 14. Dezember vor 152 Jahren plötzlich verstarb – beide erst 42 Jahre alt – fand sie in Brown einen treuen Begleiter. Ausdruck ihrer Nähe und Wertschätzung war diese Widmung: „Friend more than Servant, Loyal, Truthful, Brave Self less than Duty, even to the Grave“. John durfte sie an Stelle von „Your majesty“ mit „woman“ ansprechen.

Von „Mama´s Lover“ bis zu „Mrs. Brown“ kursierten in den 30 Jahren die wildesten Gerüchte über die beiden. Reverend Norman Macleod soll auf dem Totenbett geschworen haben, Victoria und John den ehelichen Segen erteilt zu haben. Das Fiction Movie Mrs. Brown basiert auf dieser wohl einmalig engen Beziehung zwischen einer Königin und ihrem Diener.

Der irische Autor und Okkultismus-Experte J. H. Brennan veröffentlichte nun „Whisperers – The Secret History of the Spirit World“, in dem er John Brown als Medium darstellt, durch das Victoria mit Alberts Geist kommunizieren konnte. Ihre Beziehung ist nur Teil des Buches, das die Weltgeschichte unter dem Aspekt beleuchtet, welchen Einfluss „spirit contacts“ auf Entscheidungen und Richtungen der Weltpolitik hatten. „Kostenlose drahtlose Lieferung über Amazon Whispernet“

Zu Königin Victorias Zeit waren spiritistische Sitzungen mit Tischerücken und Geisterbeschwörungen groß in Mode. Viele Bestseller der damaligen Epoche handelten vom Okkulten, wie Charles Dickens´ „A Christmas Carol“, in denen Scrooge nicht nur vom Geist seines verstorbenen Geschäftspartners, sondern auch von den drei Geistern der Weihnacht Besuch erhält.

Noch mit Albert war Victoria auf die Hellseherin Georgiana Eagle aufmerksam geworden. Trotzdem hielt man am Hof Victorias ihre spiritistischen Sitzungen geheim, um nicht in Verdacht zu geraten, die Königin habe ihren Verstand verloren.

Im Blue Room auf Windsor Castle, in dem Albert verstorben war, musste die Dienerschaft täglich ein frisches Hemd rauslegen und auch sonst so verfahren wie zu Alberts Lebzeiten. Des Abends soll sie sich hier mit John Brown und Höflingen versammelt haben, um Alberts geliebte Stimme durch das Medium zu vernehmen. So scheint es, dass sie die große Liebe für Albert auf ihren „ghillie“ (schottisch: Diener) projizierte. Und so wie sie vor 1861 Alberts Rat in politischen Fragen eingeholt hatte, schien sie danach von John Brown abhängig.

Wie Gordon Rayner von The Telegraph berichtet, begann Prinz Albert seine in deutscher Sprache verfassten Liebesbriefe mit “Theuerste innigst geliebte Victoria”. Ab Mai 2014 zeigt eine Ausstellung in der Drawings Gallery auf Schloss Windsor erstmalig diese Dokumente einer großen Liebe.