Duchess of Cambridge hat im St. Mary´s eingecheckt

Wie der Palast offiziell auf Twitter bekannt gibt, ist die Herzogin um 6 Uhr Ortszeit London (= 7 Uhr MESZ) im Lindo Wing aufgenommen worden. William fuhr sie im Auto hin und ist an ihrer Seite. Es sieht so aus, als käme das Royal Baby #2 am 2. Mai zur Welt…BG kam nach 10,5 Stunden.

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Der Premierminister twittert schon mal gute Wünsche im Namen Großbritanniens:

Das „Bettwärmer-Baby“ James Edward Francis Stuart

Die Geburt von James Edward Francis Stuart im Juni 1688 gibt der Geschichte der englischen Monarchie einen entscheidenden Twist. Da er als fremdes Baby Mary of Modena, der Gattin König James II, untergeschoben worden sein soll, galt ab dato die Anwesenheit des Innenministers (home secretary) zur Legitimation des Thronerben als Pflicht, bis Ende der 1930er Jahre.

Eine Schar blaublütiger Protestanten um William of Orange und Mary II (James´ älteste protestantische Tochter und deren Ehemann) fürchteten mit James Edwards´ Geburt eine gesicherte katholische Thronfolge und griffen militärisch an. Der ohnehin unpopuläre König floh entnervt mit seiner Familie Weihnachten 1688 ins Ausland, was man in England als Abdankung wertete.

Im Februar darauf wurde ein neues Verfassungsrecht in der Declaration of Rights, später im Bill of Rights festgeschrieben, das die Beziehung des Monarchen zum Parlament und zum Volk neu regelte – gültig bis heute. Das Britische Königshaus gibt hierzu lediglich an, dass das Baby James Edward Francis Stuart als Erwachsener den Beinamen „Old Pretender“ trug.

König James II, Porträt von Peter Lely

Das berühmteste Royal Baby, das vor George im Kensington Palast aufwuchs, ist Queen Victoria. Ihre Kindheit war allerdings ziemlich unglücklich. Ihre Mutter, ein Kontrollfreak, wachte mit dem „Kensington System“ über jeden ihrer Schritte. Vic zog deshalb so bald als möglich aus.

Queen Victoria als Vierjährige, 1823 porträtiert von Stephen Poyntz Denning (Dulwich College Picture Gallery)

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Georges 1st Royal pics

…aufgenommen von Vogue-Fotograf Jason Bell im Morning Room des Clarence House im Anschluss an die Taufzeremonie 

Laut Gordon Rayner, Chefredakteur des Daily Telegraph, vermitteln die offiziellen Tauffotos „The monarchy is here to stay.“

Aber wo sind die Taufpaten?

Georges Granddad ältester britischer Thronanwärter ever

Prince Charles eröffnet The Prince´s Drawing School Dimplex Studio at Dumfries House. Images copyright of Clarence House 2012

Seit dem 19. September hat Prince Charles diesen Rekord geknackt: Er ist der älteste Thronanwärter, den Großbritannien jemals hatte. 1830 bestieg Wilhelm IV mit 64 Jahren, 10 Monaten und 5 Tagen den Thron.

Allerdings gibt es so etwas wie eine schleichende inoffizielle Thron-Übergabe. Seit einiger Zeit nimmt der Sohn der Mutter lange anstrengende Fernreisen ab. So wird Prince Charles auch im Herbst zum Gipfel der Commonwealth-Staaten nach Sri Lanka anstelle der Queen (87) reisen. Am 14. November feiert er 65ten, für so manchen britischen Untertanen das Renteneintrittsalter.

Charles nimmt die ewige Thronanwärterschaft mit typisch britischem Humor. Als Prinz kann er sich auch mehr Engagement und vor allem Kritik bei seinen Interessensgebieten Umweltschutz, Architektur und Jugend erlauben denn als König. Der Großvater des meist gehypten Babys der Welt, dessen vollständiger Titel „His Royal Highness The Prince Charles Philip Arthur George, Prince of Wales, Duke of Cornwall and  Earl of Chester, Duke of Rothesay,Earl of Carrick, Baron of Renfrew, Lord of the Isles, Prince and Great Steward of Scotland, Knigth Companion of the Most Noble Order of the Garter, Knight of the Most Ancient and Most Noble Order of the Thistle, Great Master and First and Principal Knight Grand Cross of the Most Honourable Order of the Bath, Member of the Order of Merit, Knight of the Order of Australia, Companion of the Queen´s Service Order, Member of Her Majesty´s Most Honourable Privy Council, Aide-de-campt to Her Majesty“ lautet, soll sich, nach Angaben von Vertrauten, bei der Thronbesteigung nicht Charles III nennen wollen, sondern George VII. Der Name „Karl“ sei zu negativ besetzt durch Charles I (hingerichtet) und Charles II (nur illegitime Nachkommen).

Little George würde demzufolge eines Tages George VIII.

George Goes Down Under

Wie die Vogue Online berichtet, wurde für George ein Reisepass beantragt. Das ist nur ein Teil der Vorbereitungen für die Australien-und-Neuseeland-Reise, die auf Hochtouren laufen. Vorher muss noch mit der Queen geklärt werden, ob zwei Thronerben in demselben Flugzeug fliegen dürfen. Das wurde bisher aus Sicherheitsgründen vermieden. Als Elizabeth selbst acht Monate alt war, machten ihre Eltern dieselbe Reise – aber sie blieb zuhause in London.