Sir Eddie!

Best Buddies in Eton – Williams ehemaliger Kumpel erhielt gestern Abend auf Schloss Windsor von dessen Großmutter aka The Queen seinen OBE (Officer des Order of the British Empire) für seine Verdienste im Bereich Drama.

Much appreciated by all his female admirers around the world!

Wir lieben ihn als Cover der aktuellen UK Esquire

…als fantastischen Darsteller des „Danish Girl“

…und als Pendler im öffentlichen Nahverkehr:

Großbritannien und Irland reichen einander die Hand

Daheim im UK geschah am Dienstag derweil Historisches. Erstmals seit 100 Jahren, als sich Irland von der britischen Herrschaft löste, ist ein irischer Präsident Staatsgast der Queen. Proteste begleiteten das Dinner auf Schloss Windsor, denn Michael Higgins kam nicht allein. Begleitet wurde er von dem ehemaligen IRA-Kommandanten Martin McGuinness. Bitter für die Queen: Ihr Vetter Lord Louis Mountbatten, der Prince Charles sehr nahe stand, wurde von einer IRA-Bombe 1979 getötet, als McGuiness deren Stabsschef war. Laut Bild beschwor die Queen in ihrer Rede Aussöhnung und Freundschaft und eine neue Ära in der Beziehung Großbritanniens und Irlands. Anschließend wurde den Gästen im „Green Room“ eine Ausstellung mit Werken der Iren Jonathan Swift, Oscar Wilde und George Bernard Shaw gezeigt. Überhaupt war es ein Aufeinander-Zugehen mit kleinen und großen Gesten. So stand McGuinness laut Daily Mail während des Toasts der Queen und dem „God Save the Queen“.

Buckingham Crumble

von Tony Hisgett from Birmingham, UK (Windsor Castle LampUploaded by Magnus Manske) [CC-BY-2.0], via Wikimedia Commons

Eigentümer jahrhundertealter Immobilien kennen das Dilemma: Eimer, die mitten im Wohnraum Regenwasser aus undichten Dächern auffangen, bröckelnder Putz und Außenfassaden, alte Boiler und Heizanlagen, jeden Winter Wasserrohrbruch – daraus resultieren nicht enden wollende Handwerkereinsätze mit hohen Rechnungen. Alles nur, um den status quo zu erhalten.

Die Queen, mit geschätzten 370 Millionen Euro zweifellos vermögend, ist schon lange nicht mehr die Nummer Eins auf der Liste der reichsten Briten (2012: No 262). Die führt ein Pharmahersteller (Ernesto Bertarelli) an, des weiteren Oligarchen und Stahlmagnaten sowie Richard Branson (Virgin), Bernie Ecclestone (Formel 1), Sir Paul McCartney. Der Monarchin gehören auch keineswegs die Kronjuwelen oder die bekannten Kunstsammlungen, sondern Stiftungen. Auch Schloss Windsor und der Buckingham Palast zählen nicht zum Privatbesitz Elizabeths II.

Am 15. Januar veröffentlichte das Public Accounts Committee seinen Report, aus dem hervor geht, die Rücklagen der Königin sind seit 2001 von 35 Mio Pfund auf 1 Pfund geschmolzen. Herbe! Besonders, wenn Tochter Anne auf dem Parkplatz des BP fast von einem Stein aus der Fassade getroffen wird. Es wird wohl falsch bzw. am falschen Ende gespart. Nur um 5% senkte der Royal Household die Kosten für den Unterhalt der Paläste, die öffentliche Hand sparte drei mal so viel ein. Chancellor George Osborne verteidigte jedoch den Royal Household gegen Kritik aus seinen Reihen. Sie forderten ausgedehnteren Access zum BP, der seine Pforten seit 20 Jahren jeden Sommer für Besucher öffnet, und Vermietung der Räume für kommerzielle Veranstaltungen.

Zu den dringenden Reparaturen des BP zählen Dachschäden in der Bildergalerie, die Fassade im John Nash Innenhof, Asbestentfernung, Erneuerung von Boilern und elektrischen Leitungen, Renovierung der State Rooms. Windsor Castle braucht eine neue Hauptwasserleitung, Renovierung der Schlafräume und vor allem eine Dachsanierung in großem Umfang. Laut Daily Mail belaufen sich die Reparaturkosten dafür auf 50 Mio Pfund.

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Die ersten Georges

Edouard Jean Conrad Hamman: Georg I. von Großbritannien gemeinsam mit Georg Friedrich Händel (links) auf einer Bootsfahrt auf der Themse

Die Ausstellung „The First Georgians – Art and Monarchy 1714-1760“ eröffnet am 11. April 2014 in The Queen´s Gallery im Buckingham Palast.

1714 bestieg der erste George den britischen Thron. Er stammte aus dem Hause Hannover und enterbte das katholische Geschlecht der Stuarts. Das politische, geistige und kulturelle Leben Britanniens änderte sich zwar still, aber dennoch dramatisch. 300 Arbeiten aus den königlichen Schlössern werden gezeigt, um den 300. Jahrestag des Beginns des Georgianischen Zeitalters zu würdigen.

Noch bis zum 11. März widmet sich The British Library allen vier Königen namens George: Die Sonderausstellung „Georgians Revealed: Life, Style and the Making of Modern Britain” zeigt das Leben in einer Zeit der Jane Austen, als das British Empire zur Weltmacht aufstieg und die industrielle Revolution Alltag und Arbeitsleben nachhaltig veränderte. In der damals entstehenden gehobenen Mittelschicht sind Etikette, Mode und Inneneinrichtung wichtige Themen. Die Exponate werden von der Musik eines weiteren Georgs untermalt: Händel war Hauskomponist Georges I, leitete das Covent Garden Theatre und ist in Westminster Abbey beigesetzt. Im Queen´s Theatre führte er die meisten seiner Opern auf.

Queen Victorias ewige Liebe zu Albert(s Medium)

Foto: George Washington Wilson (1863)

John Brown begegnete Queen Victoria, weil der Schotte 1848 auf Schloss Balmoral in ihre und Alberts Dienste trat. Als ihr Prinzgemahl am 14. Dezember vor 152 Jahren plötzlich verstarb – beide erst 42 Jahre alt – fand sie in Brown einen treuen Begleiter. Ausdruck ihrer Nähe und Wertschätzung war diese Widmung: „Friend more than Servant, Loyal, Truthful, Brave Self less than Duty, even to the Grave“. John durfte sie an Stelle von „Your majesty“ mit „woman“ ansprechen.

Von „Mama´s Lover“ bis zu „Mrs. Brown“ kursierten in den 30 Jahren die wildesten Gerüchte über die beiden. Reverend Norman Macleod soll auf dem Totenbett geschworen haben, Victoria und John den ehelichen Segen erteilt zu haben. Das Fiction Movie Mrs. Brown basiert auf dieser wohl einmalig engen Beziehung zwischen einer Königin und ihrem Diener.

Der irische Autor und Okkultismus-Experte J. H. Brennan veröffentlichte nun „Whisperers – The Secret History of the Spirit World“, in dem er John Brown als Medium darstellt, durch das Victoria mit Alberts Geist kommunizieren konnte. Ihre Beziehung ist nur Teil des Buches, das die Weltgeschichte unter dem Aspekt beleuchtet, welchen Einfluss „spirit contacts“ auf Entscheidungen und Richtungen der Weltpolitik hatten. „Kostenlose drahtlose Lieferung über Amazon Whispernet“

Zu Königin Victorias Zeit waren spiritistische Sitzungen mit Tischerücken und Geisterbeschwörungen groß in Mode. Viele Bestseller der damaligen Epoche handelten vom Okkulten, wie Charles Dickens´ „A Christmas Carol“, in denen Scrooge nicht nur vom Geist seines verstorbenen Geschäftspartners, sondern auch von den drei Geistern der Weihnacht Besuch erhält.

Noch mit Albert war Victoria auf die Hellseherin Georgiana Eagle aufmerksam geworden. Trotzdem hielt man am Hof Victorias ihre spiritistischen Sitzungen geheim, um nicht in Verdacht zu geraten, die Königin habe ihren Verstand verloren.

Im Blue Room auf Windsor Castle, in dem Albert verstorben war, musste die Dienerschaft täglich ein frisches Hemd rauslegen und auch sonst so verfahren wie zu Alberts Lebzeiten. Des Abends soll sie sich hier mit John Brown und Höflingen versammelt haben, um Alberts geliebte Stimme durch das Medium zu vernehmen. So scheint es, dass sie die große Liebe für Albert auf ihren „ghillie“ (schottisch: Diener) projizierte. Und so wie sie vor 1861 Alberts Rat in politischen Fragen eingeholt hatte, schien sie danach von John Brown abhängig.

Wie Gordon Rayner von The Telegraph berichtet, begann Prinz Albert seine in deutscher Sprache verfassten Liebesbriefe mit “Theuerste innigst geliebte Victoria”. Ab Mai 2014 zeigt eine Ausstellung in der Drawings Gallery auf Schloss Windsor erstmalig diese Dokumente einer großen Liebe.